Heute haben wir das bis dato einzige Machwerk von Fort Minor ausgepackt! “The Rising Tied” aus dem Jahre 2005.

Ich habe bis jetzt ja lediglich ein Hip Hop Album vorgestellt, “Love Story” von Yelawolf. Wobei das eher ein Sammelsurium von Genre-Mixes ist. “The Rising Tied” allerdings ist waschechter Hip Hop. Viele Features mit heute noch bekannten Künstlern, aber den Kern bildeten Styles Of Beyond und Mike Shinoda.

Jeder, der nicht weiß, wer Mike Shinoda ist, sollte sich an dieser Stelle in Grund und Boden schämen. Shinoda bildete bis 2017 das Duo mit Chester Bennington von Linkin Park. Leider bekam/bekommt er nie die Anerkennung, die er verdient hätte. Einen Großteil der Songs bei Linkin Park schrieb Shinoda. Aber es ist auch ultra schwer sich neben der Lichtgestalt, die Chester Bennington war, zu behaupten.
Nach “Meteora” und vor “Minutes to Midnight” sagte sich Mike dann “Ach komm’, ich schreibe mal eben ein paar moderne Klassiker.” Das muss man sich mal vorstellen. Um 2005 war Linkin Park an ihrem absoluten Zenit angekommen und der Typ macht einfach ein Solo-Album. Herausgekommen ist “The Rising Tied”. Dieses Album ist so gut! Jeder hat schon einmal einen Fort Minor Song gehört, unbewusst oder bewusst. Die Songs sind auch super gealtert, kann man sich 15 Jahre später immer noch anhören.

Zu den Kollaborationen zählen unter anderem Tracks mit John Legend und Holly Brook, vielen besser bekannt als Skylar Grey in diesen Tagen. Unter diesem Namen ist sie eigentlich auch auf jedem Eminem Album mindestens einmal zu hören. Großartige Frau! Aber wie eingangs erwähnt: Nach “The Rising Tied” kam nicht mehr viel. Vor ein paar Jahren ist die Community kurzzeitig ausgeflippt, weil Shinoda einen Song namens “Welcome” unter Fort Minor veröffentlichte. Leider blieb es aber auch bei diesem Stück.

Wenn man sich sein nächstes Solo Album anschaut “Post Traumatic”, welches er kurz nach dem Tod Chester Benningtons veröffentlichte, dann hat das auch nicht mehr viel mit Fort Minor zu tun. Gut, der Mann geht mit der Zeit. Linkin Park hat sich im Laufe der Jahre auch gewandelt. Wenn man sich die letzten Linkin Park Alben anhört und dann “Post Traumatic” zum Vergleich kann man sofort erkennen, wer federführend beim Schaffen der Longplayer war. Alle werden älter. Manche Künstler überleben sich und versuchen auch nach 20 Jahre noch, die Leute mit immer derselben Musik abzuholen. Keine Ahnung, mich kickt diese Unflexibilität nicht.

Highlights der Platte sind (selbstverständlich) “Remember the Name” und sein ikonisches elektronisches Streicherspiel, “Believe me”, welches ich damals sogar als kleiner Bub’ im Radio hörte und erst Jahre später erfahren sollte, dass es von einem meiner all time favourite Künstlern stammt. Und “Kenji”, in der Shinoda die Geschichte seiner japanisch-stämmigen Familie zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in einem Internierungslager in den Staaten erzählt. Der einzige Rap Song, den ich von vorne bis hinten mitsprechen kann. 😀

Mike, mein Freund. Keep Going!

This is ten percent luck
Twenty percent skill
Fifteen percent concentrated power of will
Five percent pleasure
Fifty percent pain
And a hundred percent reason to remember the name!

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